Bremerhaven 2016
STADT ELBING/WESTPREUSSEN  
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Heimatkreistreffen am 8. Oktober 2016 in Bremerhaven


Seit dem Jahre 2008 gibt es in unserer Patenstadt Bremerhaven in jedem Jahr im Oktober ein Treffen der beiden Heimatkreise Elbing-Stadt und Elbing-Land. Auch in diesem Jahr kamen 160 Teilnehmer zusammen, die in den Städten Elbing und Tolkemit sowie in über siebzig Dörfern des ehemaligen Landkreises Elbing beheimatet waren. Bereits sieben Jahre in Folge war das Restaurant „Treffpunkt“ wieder unser Ziel.


Am Vortag waren bereits 43 Teilnehmer angereist, teilweise auch zu der jährlichen  Mitgliederversammlung des Vereins „Heimatkreise Elbing-Stadt und Elbing-Land“. Der Vorstand hatte die Räumlichkeiten festlich geschmückt und die Ausstellungen für das Treffen vorbereitet. Um 09.30 Uhr wurde der Saal geöffnet. Freudig begrüßte man sich und hielt Ausschau nach alten Bekannten. Auch die neuen Teilnehmer wurden schnell integriert. Das Interesse an der alten Heimat sowie an den vielen, vor allem positiven Veränderungen dort war im Laufe der nächsten Stunden immer wieder Gesprächsstoff und verband einander.


Um 10.00 Uhr begann die Feierstunde mit dem Trompetensolo des masurischen Erntedankliedes „Das Feld ist weiß …“. Der Heimatkreisvertreter, begrüßte alle Anwesenden sowie die Ehrengäste, u.a. die Stadtverordnetenvorsteherin unserer Patenstadt Frau Brigitte Lückert, die Vorsitzende der Deutschen Minderheit in Elbing, Frau Rosemarie Kankowska, die mit Ihrer Vorgängerin, Frau Hilda Sucharska, die weite Reise angetreten hatte. Frau Marita Jachens-Paul, die Vorsitzende des Vereins „Landsmannschft Ost- und Westpreußen und Heimatkreis Elbing“ in Bremerhaven und Frau Barbara Sandmann, 1. Vorstzende der Pommerschen Landsmannschft, Kreisguppe Bremerhaven, waren weitere Gäste.


Die Kosten für die Gäste aus Elbing wurden überwiegend aus dem Etat des Kulturreferats des BKM am Westpreußischen Landesmuseum finanziert. Frau Magdalena Oxford M.A., die uns seit Jahren unterstützt, ist dort für Westpreußen, das Posener Land, Mittelpolen, Wolhynien und Galizien zuständig.


Der Nachmittag und der Abend standen ganz im Zeichen des geselligen Beisammenseins. Zu Beginn sorgte der „Shanty-Chor Loxstedt“ für Fröhlichkeit und gute Laune. Auch das „Nogat-Delta-Lied“ und das „Elbing-Lied“ von Karl Paetsch waren zu hören. Im Wintergarten waren wieder Auflistungen von allen Orten der beiden Heimatkreise ausgelegt, inzwischen erweitert mit Angaben zum geschichtlichen und sozialen Hintergrund. Alle diese Fakten können auch für die Familienforschung herangezogen werden.. So konnten seit 2010 auch wieder Auskünfte zu den Familien gegeben werden. Inzwischen wird diese Aufgabe von Hannelore Albuszies wahrgenommen.


Wie in den Vorjahren waren im Wintergarten auch die vielen Bilder von den Nehrungsdörfern und Schiffsmodelle von Edwin Littkemann zu sehen. Jens Baumgardt widmet sich seit Jahren der fotografischen Dokumentation des Lebens in den Nehrungsdörfern. Seine vielen Fotos und Alben vermitteln ein Zeitkolorit der 20-er und 30-er Jahre. Auch der Büchertisch lud zum Verweilen ein, wo man für eine Spende Bücher und Zeitschriften über Ost- und Westpreußen mitnehmen konnte.


Ausgelegt waren auch die Zeitschrift „Der Westpreuße“, ein Angebot für die nächste Busreise der beiden Heimatkreise vom 09.-18.06.2017 nach Elbing und ein Hinweis über eine Anerkennungsleistung an ehemalige deutsche Zwangsarbeiter. Abschließend wurde eine CD von Klaus Kokott über unsere diesjährige Reise nach Masuren und Elbing gezeigt. Bis in den Abend hinein blieb man gesellig beieinander. Voller Eindrücke machten wir uns alle auf den Heimweg und freuen uns auf ein Wiedersehen am 7. Oktober 2017 am gleichen Ort.



Karin Uffmann Kuhn

Stellvertretende Heimatkreisvertreterin Elbing-Stadt und Elbing-Land