Zeittafel



Zeittafel

v Chr.


2000

Indogermanen im Elbinger Gebiet.

800

Ostgermanen nacheinander: Rugier, Burgunder, Vandalen, Goten mit Gepiden.

n. Chr.


250

Abwanderung sehr vieler Bewohner. Prußen kommen aus dem Osten.

800

Wulfstan, der Wikinger Seefahrer, entdeckt den Handelsort Truso.

Stadtgeschichte

1237

Hermann Balk, Landmeister des Deutschen Ordens, gründet mit Bürgern aus Lübeck und Bremen die Burg und die Stadt Elbing. Elbing wurde sofort als Stadt angelegt.

1240

Die Elbinger erhalten einen Text des Lübischen Rechts, das sie für ihre Stadt anstreben.

1242

Ältestes bekanntes Siegel der Stadt. Erste Darstellung einer Kogge mit Heckruder.

1246

Die Stadt ringt dem Deutschen Orden eine Handfest nach Lübischem Recht ab. Dieses Recht gibt Elbing gro0e Freiheit und ein Umland mit 3,5 Quadratmeilen (etwa 200 km²)

1251-1309

1256

Die Burg wird Haupthaus des Deutschen Ordens für 58 Jahre.

Errichtung der Jacobipfarre vor der Stadt. Das Vorstadtwachstum hatte bereits zu dieser frühen Zeit begonnen.

1285

Gründung der Hanse in Lübeck unter Mitwirkung der Altstadt.

1309

1337/1339

Verlegung des Hochmeistersitzes von Venedir zu Marienburg. Elbing wird Sitz eines Komturs.

Um diese Zeit Gründung der Neustadt neben der Altstadt, einer zweiten Stadt Elbing nach Lübischem Recht.

1343

Lübisches Recht gilt uneingeschränkt für die Altstadt und ihr Territorium (3,5 Quadratmeilen)

1358

Stärkung der Organisationsform der Hanse als Städtebund in Lübeck unter Beteiligung der Altstadt Elbing und der Altstadt Thorn.

1367

Großer Hansetag in Elbing erzwingt den bedeutenden Hansetag in Köln. Bündnis zwischen den preußischen und den niederländischen Städten gegen Dänemark/Norwegen geschlossen.

1371

Vereinigung von Alt- und Neustadt zu einer Stadt Elbing.

1440

1457

In Elbing wird er Preußische Bund gegründet.

Lossagung vom Deutschen Orden. Die Burg wird von den Bürgern zerstört. Elbing wird Stadtrepublik, eine freie Stadt in Preußen unter dem Schutz des Königs von Polen. Dieser erlässt weitere Privilegien. Erweiterung des Landbesitzes auf 8,6 Quadratmeilen (ca. 500km²).

1466-1772


1478

Mehr als 300 Jahre selbstständiger Stadtstaat, nur der Krone, nicht dem polnischen Staat unterworfen. Elbing ist vollkommen unabhängig und schlägt eigene Münzen.

Vereinigung der Altstadt mit der Neustadt zu einer Stadt Elbing.

1535

Das Elbinger Gymnasium gegründet, das erste evangelische in Preußen.

1542


1559

Prior Bartholomäus Heydenreich und der alte Klosterbruder Valentin Schubert, die beiden letzten Dominikaner, übergeben am 3. April die St. Marien-Kirche gegen Leibrente dem Rat.

Abwehr des "Lubliner Dekrets", mit dem die Eingliederung in den polnischen Staat erfolgen sollte.Für Kaiser und Reich ist Elbing immer eine "freie Reichsstadt.

1579

Elbing ist Englands einziger Handelsplatz in Preußen. Der englische Kaufmann wird dem einheimischen gleichgestellt.

1618

Elbing verlässt wegen der England gegenüber eingegangenen Verpflichtungen den deutschen Städtebund der Hanse.

1626-1635

Die Stadt wird Hauptquartier König Gustavs II. Adolfs, der sie zur Festung ausbaut. Elbing wird noch sechs Mal von fremden Truppen besetzt und ausgeplündert.

1644

Elbinger, Lübecker, Bremer und Holländer in der Sundfahrt (Zollgebühren) gleichgestellt.

1645

Kaiser Ferdinand III. Lädt die Stadt zu den Friedensverhandlungen nach Münster und Osnabrück ein.

1657

Der polnische König verpfändet wegen Kriegsschulden die Stadt und Landgebiet Elbing an Brandenburg (400.000 Spezietaler). Keine Erwähnung davon im "Wehlauer Vetrag).

1698-1700

1703

Kurfürst Friedrich III. bestzt Elbing und das Territorium.

Friedrich III. (jetzt Friedrich I., König in Preußen) besetzt Elbing erneut. Alle Einnahmen der Stadt werden fließen an Preußen.

1758-1762

1772

Elbing wird von Russen besetzt.

Ende des Freistaates Elbing, die Stadt wird als einfache Provinzstadt in das Königreich Preußen, Provinz Westpreußen eingegliedert. Verlust fast aller Privilegien (1. Polnische Teilung).

1773

Lübisches Recht und Stadtverfassung werden aufgehoben. Es folgen in den nächsten 5o Jahren Niedergang und Armut. Neuer Aufschwung durch den Schiffbau (Schichauwerft).

1787

Die „Elbingschen Anzeigen“ erscheinen erstmals am 31. Mai.

1801

Der Pangritz-Hof entsteht.

1814

Der israelitische Kranken- und Beerdigungsverein gegründet. Eine Synagoge wir 1828 in der Sturmstraße gebaut.

1821

Städtische Sparkasse zu Elbing gegründet, 1822 eröffnet.

1828

Ein erstes Dampfschiff mit einer Maschine aus England in Elbing gebaut.

Elbinger Gewerbeverein am 17. Februar gegründet. Ein loser Zusammenschluss entstand bereits 1827.

1833

Das 1. Preußische Musikfest findet in Elbing statt.

1837

Ferdinand Schichau gründet eine Maschinenbauanstalt.

Eine höhere Bürgerschule wird eröffnet, 1841 von der Stadt übernommen, später Realgymnasium und Oberrealschule, zuletzt Oberschule für Jungen: Heinrich-von Plauen-Schule..

1841

Erster Dampfbagger Deutschlands läuft in Elbing bei Mitzlaff mit Schichau-Maschine vom Stapel.

1844

Gründung einer Kranken- und Sterbekasse für die arbeitende Volksklasse in Elbing.

1853

Dreiklassenwahlrecht. Die neue Städteordnung führt mit Einschränkung von der Bürger- zu Einwohnergemeinde. Noch 1843 hatte es in Elbing bei 19.984 Einwohnern nur 1.506 Bürger und unter 22.020 Einwohners lediglich 1.639 Bürger (8%) gegeben.

1855

Schichau baut die „Borussia“, den ersten eisernen Schrauben-Seedampfer im Königreich Preußen.

1857

Orgelbauanstalt Terlitzki errichtet, ab 1893 Wittek.

1858

Kunstverein gegründet.

1859

Gasbeleuchtung auf Straßen und Plätzen ab 28. November.

1862

Gründung eines Handelsgehilfenvereins unterer Schichten am 2. August.

Die Teilnehmer des 7. Preußischen Sängerfestes fahren auf 7 Elbinger Dampfern in das 1843 errichtete Seebad Kahlberg auf der Frischen Nehrung.

1863

Ein damals noch lebensunfähiger Arbeiterverein gegründet.

1864

Erste städtische Turnhalle in der Ritterstraße eingeweiht. Gründung eines Konsumvereins Lassallescher Richtung und am 23. Juli des Patriotischen Vereins.

1866

Verein zu Unterstützung der Familien eingezogener Reservisten und Landwehrmänner sowie Hilfsverein für erkrankte und verwundete Krieger gegründet.

1867

Seifenfabrik E. Siede in Lyck gegründet, 1870 nach Elbing verlegt.

Zweigstelle des Vaterländischen Frauenvereins eingerichtet.

Diakonissenkrankenhaus eröffnet.

1874

Ab 1. Januar kreisfreie Stadt, sie blieb Sitz des Landkreises Elbing.

1876

Am 5. Juli wird Trettinkenhof in die Stadt Elbing eingemeindet.

1877

Erstes Hochseetorpedoboot von Schichau in Elbing gebaut., 1870 erste Compound-Lokomotive Deutschlands und 1881 erste Dreifach Expansionsmaschine des europäischen in Elbing von Schichau gebaut.

1878

Loeser & Wolff, Berlin, gründet in Elbing die größte Zigarrenfabrik des Kontinents.

1880

Brauerei Englisch Brunnen AG wird Nachfolger der  Elbinger Aktienbrauerei, der das Gut Englisch Brunnen gehörte.

1887

Neues Postamt vom Vater des in Elbing geborenen Dichters Albrecht Schaefer gebaut und 1897 erweitert.

1889

Molkerei H. Schroeter, 1930 größte Molkerei Ostdeutschlands und eine der größten Deutschlands, verlagert Produktion von Stühmswalde/Kr. Pr. Holland nach Elbing.

1894

Bau einer elektrisch betriebenen Straßenbahn beschlossen, 1895 erste Teilstrecke vom Bahnhof zu Stadt eröffnet.

1896

Vier für China in Elbing gebaute Torpedoboote fahren unter eigenem Dampf (36,7 Knoten) von Elbing nach China.

1898

„Maschinenfabrik F. Komnick, vormals Hotop“ gegründet.

1900

Elbing zählt 52.518 Einwohner.

1901

Verein zur Hebung des Fremdenverkehrs (Heimatverein) durch Carl Pudor gegründet.

1903

Holzindustrie Wittkowsky von Czerzk/Kr. Konitz nach Elbing verlegt.

1904

Oberbürgermeister Elditt übergibt an Chefarzt Dr. Schwarz das neue Krankenhaus mit 250 Betten.

1907

Franz Komnick baut eine Automobilfabrik am Elbingfluß.

1912

Zusammen mit den 1913 wirksam werdenden Eingemeindungen einschließlich Pangritz-Kolonie wächst das Stadtgebiet um 46%.

Die höhere Mädchenschule und Lehrerinnenbildungsanstalt wird Lyzeum mit Frauenschule und Oberlyzeum, zuletzt Oberschule für Mädchen.

Schichau baut in Elbing die 2.000. Lokomotive.

1917

Schichaus 1.000. Schiff vom Stapel gelaufen.

1918

Gründung einer Volksschule (e.V.)

1920/1922

Das rechtsseitig der Weichsel liegende Westpreußen wird vom "Reich" als "Korridor" abgetrennt. Elbing verliert an die Freie Stadt Danzig (neuer Kreis Großes Werder)  26 Ortschaten mit 8.538 Einwohnern. Elbing wird Teil des neuen Regierungsbezirks Westpreußen (1922) in der Provinz Ostpreußen.

1923

Das Tilsatorwerk von Erich Lanz in Steegen/Kr. Pr. Holland errichtet, verlegt nach Pr. Holland und ab 1927 nach Elbing. Größte Blockkäsefabrik Deutschlands, mehr als 220 Beschäftigte, 470 Vertretungen und 250 Auslieferungsstellen in Deutschland.

1925

Höhere Landbauschule im 1907 errichteten Gebäude der Präparandenanstalten eröffnet.

1926

Elbing wird Hochschulstadt durch Errichtung der Pädagogischen Akademie, 1933 Hochschule für Lehrerbildung, im Altbau des 1913 eröffneten evangelischen Lehrerseminars.

Stadt gibt am 1. April das Patronat über die evangelischen Kirchengemeinden St. Annen, Hl. Drei Könige und Hl. Leichnam auf. Das Patronat bei St. Marien bleibt bestehen.

1928

Parochialverband der evangelischen Elbinger Kirchengemeinden errichtet, einheitliche Kirchensteuer beträgt 15% des Einkommensteuersatzes.

Rathauserweiterung mit Passagebau zur Sturmstraße beschlossen. Fertigstellung 1930.

1930

Verstaatlichung der Kaiserin-Auguste-Viktoria-Schule.

1931

Büssing NAG Braunschweig übernimmt die Automobilfabrik F. Komnick als Werk Osten.

1932

Die Mädchenmittelschule heißt ab 5. August Agnes-Miegel-Schule.

Die Bürgersteuer mit dem Dreifachen der Landessätze erhoben. Der Haushaltsplan 1932/33 schließt mit einem Fehlbetrag von 5.134.00 RM ab (=35%). Der Regierungspräsident ordnet am 13. Dezember eine Ausgabenbeschränkug an.

1933

Bei rund 72.000 Einwohners sind 11.700 Arbeitslose registriert.

1935

Ergänzend zur neuen Deutschen Gemeindeordnung wird am 28. Juni Elbings zukünftiges Verfassungsstatut (Hauptsatzung) von den Gemeinderäten (Ratsherren) beraten und danach zur Genehmigung weitergeleitet..

1937

Elbing und Berlin feiern 700jähriges Stadtjubiläum.

1939-1945

Elbing gehört wieder ganz zu Westpreußen, ab Oktober zum Reichsgau Danzig-Westpreußen.

1941

Ferdinand-Schichau-Ingenieurschule in Elbing, Staatliche Fachschule für Maschinenbau errichtet. Semesterbeginn am 16. April.

1943

Gesamtbevölkerung der Stadt zählt 97.370 Personen, die des Landkreises 29.903.

1945

Elbing zählt 100.00 Einwohner. Vom 23. Januar bis 10. Februar Verteidigung der Stadt. Starke Zerstörungen. Die Rote Armee übergibt die Stadt und den Landkreis noch vor der Potsdamer Konferenz Polen zur vorläufigen Verwaltung. Elbing ist seitdem keine Hafenstadt mehr. Die angestammte Bevölkerung ist geflohen oder wird vertrieben.

1946

Am 1. Februar werden 23.731 Einwohner festgestellt.

1949

Offiziell keine Hafenstadt mehr, tatsächlich bereits seit 1945.

1953

Bremerhaven beschließt Patenschaft für die Stadt Elbing und 1954 für den Landkreis Elbing.

1957

Die beiden 1948 gegründeten Heimatkreise, zunächst in der Landsmannschaft Ostpreußen, ab 1949 in der Landsmannschaft Westpreußen, bilden  den Elbinger Kreistag zur Intensivierung der gemeinsam durchzuführenden  Aufgaben. Gründung der Truso-Vereinigung.

1975

Hauptstadt der von Warschau errichteten Woiwodschaft Elbing.

1987

Elbing und Berlin 750 Jahre alt. In Elbing leben rund 120.000 Menschen. Darunter nur noch wenige Deutsche.

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2008

Elbing war vorübergehend "Hauptstadt" einer Woiwodschaft. Durch die Verwaltungsreform gehört Elbing jetzt zur Woiwodschaft Allenstein. Elbing ist Bischofssitz.

Die beiden Heimatkreise Elbing-Stadt und Elbing-Land lösen sich aus der Truso-Vereinigung und gehen wieder eigene Wege.

28.01.2008

21.10.2008

Erste Kontakte mit der Patenstadt Bremerhaven verlaufen positiv. Erstes Elbinger-Treffen nach 1985 wieder in Bremerhaven (Barlachhaus) mit Wahl. Als Heimatkreisvertreter für Elbing-Stadt und Elbing-Land in Personalunion wurde der bisherige Heimatkreisvertreter Elbing-Land, Günther Kuhn einstimmig gewählt. Als Vertreter wurden einstimmig Karin Uffmann und Günter Mauter gewählt.

2009

Elbinger Bundestreffen im Herbst wieder in unserer Patenstadt Bremerhaven.

2010

Elbinger Bundestreffen erneut in unserer Patenstadt Bremerhaven.

Vorgeschichte