Hellwigshof
DER LANDKREIS ELBING   
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Hellwigshof


wurde auch Kl. Röbern genannt; es darf aber in keiner Weise mit dem dicht bei der Stadt Elbing gelegenem Gut Kl. Röbern verwechselt werden. denn dieses Gut hieß früher Gr. Teichhof. Davon zu unterscheiden ist einmal Kl. Teichhof und dann Teichfeld, das auch Stolzenmorgen hieß. Dieses Teichfeld umfaßte 48 kulmische Morgen und grenzte im Norden an Gr. Wesseln und im Süden an Gr. Teichhof (heute Kl. Röbern genannt). 1913 erwarb die Stadt Elbing Teichfeld vom preußischen Staat. Gr. und Kl. Teichhof ebenso wie Teichfeld liegen heute im Stadtkreis Elbing und bleiben daher hier außer Betracht.


Wenn Hellwigshof Kl. Röbern genannt wurde, so ist das zwanglos daraus zu erklären, daß es Gr. Röbern benachbart war. Übrigens wird Hellwigshof im 18. Jahrhundert auch Helwingshof und Helbingshof geschrieben. Es hat seinen Namen natürlich von einem Besitzer namens Hellwig oder Helwing, von dem übrigens nichts Näheres bekannt ist. Das Gut war acht Hufen groß und zahlte jährlich sechs schwere Mark (eine schwere Mark= 40 Groschen zu 4 Pfennigen, ein Florin= 30 Groschen, eine Mark= 20 Groschen.) oder acht Florin als Kanon. Um 1750 besaß es der Ratssekretär Horn, der den Hof an einer wüsten Stelle neu aufbaute. Am Garten befand sich ein kleines Wohnhäuschen, das er abbrechen ließ. Nach ihm hieß das Gut auch Hornshof. Besitznachfolger waren vier Personen, und zwar: Frau Ernst Horn, Frau Marquardt, Frau Sekretär Möller und ein Herr Land. Zu ihrer Zeit führte Hellwigshof einen wunderlichen Grenzprozeß, der mehr als acht Jahre dauerte.


Um 1800 bestand Hellwigshof aus zwei Teilen:

Den ersten besaß August Wilhelm Austigal, der zugleich auch Obereigentümer des zweiten Teils, den er in Erbpacht gegeben hatte, war.

Den zweiten besaßen in Erbpacht gemeinsam Professor Christian Gottfried Ewerbeck und die Doktorswitwe Dauter geb, Ewerbeck. Dieser Teil wurde auch Ewerbeckshof genannt.


Kaufmann Friedrich Reinhold Alsen kaufte zunächst den Austigallschen Teil 1812 für

10 000 Taler, den andern Teil 1814 für 3000 Taler. Alsen verkaufte 1844 einige Morgen an den Wagenfabrikanten Gottfried Weyer und den Schmiedemeister Müller. Sie begründeten auf diesem Lande den Eisenhammer.


Karl Ludwig Alsen erbte 1856 mit Drewshof auch Hellwigshof. Er ließ 1876 dieses Gut mit Drewshof vereinigen: Hellwigshof hatte damit aufgehört zu bestehen. Ein Stück des ehemaligen Gutes erwarb 1880 die Brauerei Englisch-Brunnen. Auf Hellwigshöfer Land steht heute die Drewshöfer Schule.





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